Sehenswürdigkeiten
Schloß Neuschwanstein
Sieben Wochen nach dem Tod König Ludwigs II. wurde Neuschwanstein im Jahr 1886 dem Publikum geöffnet. Der menschenscheue König hatte die Burg erbaut, um sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen – jetzt wurde sein Refugium zum Publikumsmagneten.
Neuschwanstein gehört heute zu den meistbesuchten Schlössern und Burgen Europas. Rund 1,4 Millionen Menschen jährlich besichtigen "die Burg des Märchenkönigs". Im Sommer drängen sich im Durchschnitt täglich mehr als 6.000 Besucher durch Räume, die für einen einzigen Bewohner bestimmt waren.
Schloß Hohenschwangau
Was heute als Schloss Hohenschwangau bekannt ist, wurde im 12. Jahrhundert als Burg Schwanstein erstmals urkundlich erwähnt. Bis in das 16. Jahrhundert hinein war der Bau im Besitz der Ritter von Schwangau, danach wechselten die Besitzer häufig. In den verschiedenen Kriegen dieser Zeit wurde die Burg Schwanstein mehrmals schwer beschädigt. So kam es, dass der bayerische Kronprinz Maximilian - später König Maximilian II. - auf eine Ruine traf, die ihn trotzdem faszinierte. Von 1833 bis 1837 ließ er sie zu einem Schloss im neugotischen Stil umbauen. Die Innenräume sind voller Wandgemälde mit Themen aus der mittelalterlichen Sagenwelt gestaltet. Allgegenwärtig ist das Motiv des Schwans.
Das Schloss Hohenschwangau kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Die Tickets erhalten Sie im Ticket Center Hohenschwangau.
Das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang in Füssen
Prachtvoll erhebt sich am Hochufer des Lechs die Barockanlage des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang. Seine Geschichte reicht bis in das 8. Jahrhundert zurück, als der Stadtpatron Magnus als Missionar eine Mönchszelle an dieser Stelle gründete. Der Architekt Johann Jakob Herkomer gab der unregelmäßig gewachsenen Klosteranlage schließlich ein zusammenhängendes Gesicht. Heute sind in dem ehemaligen Kloster das Museum der Stadt Füssen, die Stadtverwaltung und die Stadtpfarrkirche St. Mang untergebracht.
Das Festspielhaus Füssen
"Dieser Ort ist einer der schönsten, der zu finden ist", schrieb König Ludwig ll. an Richard Wagner. Schon den alten Römern war das Naturtheater zu Füßen der Allguer Alpen eine Reise wert - die Via Claudia Augusta führte von Verona am Lech entlang nach Augsburg, direkt unter dem Barockgarten des Musiktheaters Füssen hindurch. In Füssen bauten die Augsburger FürsterzbischÜfe ihre Sommerresidenz; in der Renaissance war die Stadt vor allem wegen ihrer Lautenmacher bekannt. Ludwigs ll. Vater, Maximilian ll., entdeckte die Gegend neu und baute eine Schlossruine zu Hohenschwangau aus. Dort wuchs sein Sohn auf und baute sich ab 1869 sein eigenes Schloss, Neuschwanstein. Seit 1955 wird im Sommer der Lech zum Forggensee aufgestaut.